Cairns war von Airlie Beach nur eine Tagesfahrt entfernt und so schafften wir es am Sonntag Abend bis nach Cairns. Unser Wohnung in den Tropical Towers ist größer und besser als jene in Airlie Beach und hat eine voll ausgestattete Küche. Da Cairns das Ende der Reise an der Ostküste Australiens ist, bleiben wir hier sieben Nächte.
Sonntag, nachdem alle ausgeschlafen hatten, sind wir in die Innenstadt gefahren. Cairns ist mit etwa 80.000 Einwohner eine der Großstädte an der Ostküste und bei Urlaubern sehr beliebt.
Die vielen asiatischen Schriftzeichen in den Souvenir-Läden lassen auf viele asiatische Besucher schließen und nach ein paar Stunden in der Stadt wurde der Eindruck bestärkt, es gab viel mehr Asiaten als in jedem anderen Ort, den ich bisher in Australien besucht habe. Cairns selber ist stark auf junges Publikum ausgerichtet, es gibt mehrere große Kneipen, die wir schon eher als Diskotheken bezeichnen würden, auch wenn dieses Konzept hier nicht wirklich
weit verbreitet ist. Das Wetter war leider nicht sonderlich gut, es war mit 20°C und Wolken zu kalt um an den Strand zu gehen. So verbrachte ich den restlichen Tag in der Stadt. Das am Bahnhof gelegene Einkaufszentrum war leider größtenteils geschlossen, nicht verwunderlich, da es Sonntag war und die australischen Öffnungszeiten meist noch schlechter als jene in Deutschland sind.
Später am Abend sind wir in ein Souvenir-Einkaufszentrum gegangen, in dessen hinteren Teil sich ein Footcourt befunden hat. Dort konnte man sich für günstig Geld einen Teller an einem Buffet befüllen, also wie zuhause in der Mensa. Und meine Künste, einen Teller mit viel Inhalt zu befüllen, sind ja berüchtigt…
Der nächste Tag, Montag, war vom Wetter her genauso schlecht wie der vorhergehende, so entschloss ich mich, den Tag im Hotel zu verbringen. Habe mir an der Rezeption ein Netzwerkkabel ausgeliehen um eventuell ins Internet zu gehen. Leider war der Preis mit 24,95 $ für 24h nicht nur extrem hoch, sondern gab es noch ein Traffic Limit von 100 MB, so dass ich mich dagegen entschied. Aber google.com war kostenlos erreichbar und mit einem Trick konnte ich zumindest eingeschränkten Zugriff erhaschen.
Schlechtes Wetter hin, schlechtes Wetter her, heute musste ich wieder raus und da bot sich der Ausflug in den Daintree Rainforest an, der uns Nahe zum Port Douglas führte, was etwa 100 km von Cairns entfernt ist. Nach einer interessanten Autofahrt an der Küste, die teils sehr kurvig war, hielten wir Nahe der Fähre zum Cape Tribulation. Dort machten wir eine etwa 90minütige Rundfahrt auf dem Daintree River um ein paar der ansässigen Tier- und Pflanzenarten zu beobachten.
Wirklich spannend war es nicht, auch wenn wir einige Krokodile zu sehen bekamen, von denen das größte Exemplar etwa zwei Meter lang war.
Mit dem Auto sind wir nach der Flussrundfahrt mit der Fähre über den Fluss gefahren und weiter durch den Regenwald zum nächsten Lookout. Die Fahrt erinnerte etwas an Fraiser Island, auch wenn der Sand fehlte. Aber der Weg war ungefähr genauso kurvig und rechts und links war nur Urwald. Wir fuhren weiter zur Cow Bay, einem menschenenleeren,
kilometerlang Sandstrand, in den einige Rinnsale mündeten. Beeindruckend, auch wenn Schwimmen aufgrund der Krokodile und Quallen nicht empfohlen wird. Aber bei dem Wetter kam das sowieso nicht in Frage.
Auf dem Weg zurück haben wir Halt am Daintree Discovery
Centre gemacht, das leider mit 33$ pro Person viel zu teuer war, dafür dass man nur ein bisschen durch den Regenwald laufen kann. Aber ein paar 100 Meter entfernt konnte man kostenlos durch den Regenwald laufen. War übrigens das vierte Mal. Aber jedes Mal ist etwas anders, auch wenn der Unterschied zum vorherigen, ich glaube es war Hervey Bay, nicht so groß war. Abgesehen von einem kurzen Halt bei Woolworth um einzukaufen sind wir auf direktem Weg zurück gefahren, all die kurvigen Straßen zurück…