Der Weg nach Airlie Beach
16. Juli 2008 von Stefan
Nach drei Nächten in Hervey Bay mussten wir weiter Richtung Cairnes. Die restlichen 1400 km müssen auf dem Bruce Highway zurückgelegt werden, der meistens mit einer deutschen Landstraße vergleichbar ist, dank des geringen Verkehrs kommt man gut voran. Gegen Abend wurde es langsam Zeit eine Unterkunft zu suchen, leider befanden wir uns mitten in der Pampa, 100 km vor und hinter uns keine Siedlung. Als wir dann später St. Lawrence erreichten, waren wir froh in dieser Siedlung eine Unterkunft zu finden. Das Hotel mit angeschlossener Bar entsprach so ziemlich genau meinem Klischee für einen Saloon im
wilden Westen. Ein paar seltsame Gäste, die schon um 20 Uhr stockbesoffen waren und in ihr Zimmer wankten und eine Jukebox, die für ein paar Münzen Musik spielt. Die Zimmer, in denen wir nächtigten, waren kaum mehr als ein Holzverschlag, mit unbequemen Betten und deutlich benutzten Bettdecken und Handtüchern. Immerhin gab es Strom und sogar ein Klo außerhalb des “Hotels”. War bisher die schlechteste Unterkunft, in der wir übernachtet haben. Aber im Gegensatz zum Hostel an der Great Ocean Road war es warm und man konnte gut schlafen. Ich muss gestehen, ich habe in
Australien schon unbequemer geschlafen und irgendwie hatte die Unterkunft etwas abenteuerliches. Auch mein Essen war ok, eine Grillplatte für 20$ bestand mind. einem Kilo verschiedener Fleischsorten neben einem Hauch von Salat. Vermutlich das ideale Essen für Thorsten. Das wir uns im Jahr 2008 befanden, lies sich nur an wenigen Dingen feststellen. Zum einen telefonierten dort Menschen mit Handys und außerdem befanden sich in der Video-Jukebox mehrere aktuelle Titel aus diesem Jahr. Aber trotzdem war die Unterkunft ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte ;).
Am nächsten Tag sind wir so früh wie noch nie abgefahren. Schon um 8 Uhr saßen wir im Auto und waren wieder auf der Landstraße auf der Suche nach der nächsten Tankstelle. Ärgerlicher Weise waren nur 50km weiter bessere Unterkünfte, aber dafür war es jetzt zu spät. Da wir gestern schon ziemlich weit gefahren waren, brauchten wir nur noch etwa 3 Stunden um in Airlie Beach anzukommen. Dort hatten wir eine kleine Ferienwohnung direkt in der Stadt und mit Blick auf den Hafen und den Strand. Leider war das Wetter nicht wirklich gut zudem war ich durch die anderen Strände in Hervey Bay und so ziemlich verwöhnt. Die Gezeiten waren hier auch ziemlich stark, so dass bei Ebbe die Bucht im Trockenen lag.
Airlie Beach ist das Ziel vieler Backpacker-Touristen, die von hier eine Tour zu den Whitsunday Islands machen. Das Publikum war bedeutend jünger als in den anderen Städten, in denen ich vorher war. Airlie Beach selber ist keine große Stadt. Entlang der Hauptstrasse befinden sich etwa 2 km lang Einkaufsmögklichkeiten, Reisebüros und einige Internet-Cafés. Die Stadt schafft man in etwa 2 Stunden… Aber viel los ist nicht wirklich und der zweite Tag in Arilie Beach war ziemlich langweilig und von schlechtem Wetter begleitet. So gab es nur eine Möglichkeit: Eine Tour zu den Whitsunday Islands…
[...] sämtliche Räume des Hostels, einschließlich der Küche. Der Pool des Aquarius Hostels ist halbwegs groß, doch leider nicht allzu tief, was man aufgrund des Namens vielleicht denken [...]